Eigentlich war Irland im Februar mehr eine Notlösung. Die grüne Insel stand zwar schon länger weit oben auf der ‘ToDo’-Liste von mir und meiner Reisebegleitung, aber um zusammen fahren zu können boten sich nur die ersten 3 Monate im Jahr für die Tour an. Nicht grade der perfekteste Zeitraum für eine Fahrt nach Irland.

Das Wetter ist in Irland halt auch mal schlecht.

Das Wetter ist in Irland halt auch mal schlecht.

Die Vorurteile sind klar: Auf das Wetter in Irland ist kein Verlass und es gehört nicht zum Besten in Europa. Aber wie ist das Wetter denn im Februar auf der grünen Insel? Regnet es dann an einem Strang? Ist es nur Kalt und grau? Die erste Internet Recherche war ernüchternd. Kaum einer scheint Irland im Winter zu besuchen. Aus guten Grund? Es sind so gut wie keine Reiseberichte, Blogbeiträge oder Fotoserien aus dieser Jahreszeit zu finden.

Ich möchte das nun ändern und euch Irland für einen (Kurz-)Trip in dieser Zeit absolut empfehlen! Auch (oder grade?) im Winter gibt Irland seine Schönheit preis. Sonnen und Wolken ziehen im wilden Wechsel über das Land. An den Klippen schlagen die Wellen heftig an und es sind noch mehr Schafe als Touristen zu sehen. Natürlich ist dies kein Urlaub wie auf den Kanaren. Die Temperaturen zwingen dazu einen Pullover mehr einzupacken und man sollte auch mit einem komplett verregneten Tag klar kommen. Ja besser sollte man immer auf einen Regenschauer gefasst sein. Aber so schnell dieser kommt, so schnell ist er (meist) auch wieder weg.

Kurz-Trip Tipp
Auf der Webseite IRELAND.COM findet ihr viele Informationen zu einem Urlaub in Irland. Wenn ihr eine Tour plant lasst euch die Broschüren kostenfrei zusenden. Diese sind wirklich prima gemacht und ersetzen fast den Reiseführer. Ihr erhalten dort auch kostenfrei ein Übersichts-Heft der B&Bs und Hostess in Irland

In unserer Reisewoche bot sich oft wunderbares Wetter das tolle Landschaftseindrücke ermöglichte oder sie sogar unterstützte. Oft stand man in der Sonne und sah in den fernen Bergen einen Regen- oder Schneeschauer herunterkommen. Die Wolken zeichneten auf den Wiesen ein wunderbares Muster. An der Küsten wurde man teils heftig vom Wind durchgeblasen, konnte aber dem tollen Spiel der Wellen zuschauen. Ich hoffe meine Bilder in diesem und der nächsten Blog-Posts geben etwas von meinen Eindrücken wieder.

Das alles obwohl wir uns die wohl wirklich aller schlechteste Woche für Irland ausgesucht hatten. An der ganzen Süd- und Westküste gab es Sturm, Hochwasser und heftigsten Wellengang. So war zum Beispiel die Innenstadt von Cork teilweise überflutete und an einem Tag haben ich soviel Bäume und LKWs auf der Straßen querliegen sehen wie noch nie. Schlechter geht das Wetter in Irland wohl wirklich nicht. Das wurde uns auch von viele Iren bestätigt.

Die Tour

Zu unserer Tour: Wir haben uns im Vorfeld leider durch das Wetter (bzw. die Wetter-Myhten) etwas Verrückt machen lassen. Aus der mal abgedachten 2 wöchigen Rundreise um Irland wurde ein 1 Wochen-Trip. Eine definitiv falsche Entscheidung, aber so gibt es noch genügend Gründe wieder zukommen.

MietwagenWir haben uns für einen Road-Trip mit Start und Ziel Dublin entscheiden. Der schnellste Weg nach Irland ist natürlich mit dem Flieger. Aer Lingus fliegt günstig und gut bis Dublin. Der, für unsere Tour, günstig gelegenen Flughafen Shannon wird um diese Zeit leider kaum angeflogen. Über Internet (www.billiger-mietwagen.de) haben wir uns schon vorher einen Mietwagen für Dublin gesichert. 7 Euro pro Tag ohne Selbstbeteiligung ist wirklich ein Schnäppchen. Zwar ‘nur’ für einen kleinen ‘VW Up’, aber die kompakten Maße haben ich schnell auf den engen Straßen Irlands schätzen gelernt. Für 2 Personen + Gepäck ist die Größe auch Ausreichend.

Kurz-Trip Tipp
Nehmt euch Zeit und seit flexibel! Es gibt soooo viele schöne Ecken in Irland, bei denen es viel zu Schade wäre im Zeitdruck vorbei zurasen. Lieber an einem Ort etwas länger bleiben und die Gegend genießen. Ein Bett in einem der B&Bs ist auch kurzfristig zu finden (zumindest in der Nebensaion)

Von Dublin aus sind wir entlang der Südküste mit Stopp in Cork in Richtung der Halbinseln im Südwesten (Ring of Kerry, Mizen Head …) gefahren. Hier zeigt sich dann schnell das 1 Woche viel zu wenig Zeit für Irland ist und das es doch immer wieder gut ist nicht an einen Reiseveranstalter oder eine feste Planung gebunden zu sein.
Übernachtet haben wir in meist in kurzfristig gesuchten Bed & Breakfasts-Häusern. Um diese Zeit gibt es mehr als genügend Auswahl in direkter Orts und Pub Nähe. Nicht jedes B&B hat geöffnet aber bei den geöffneten ist eigentlich immer ein Bett zu finden. Es lohnt auch einmal durch den Ort zu gehen und die Preise zu vergleichen. Ein Blick auf die großen Hotelketten lohnt ebenfalls da natürlich in der Nebensaison viele Zimmer frei sind und so günstig zu bekommen sind, nur fehlt hier halt der familiäre Charme der B&Bs

Irisches Frühstück

Das Irisches Frühstück ist gigantisch.

Und noch etwas wichtiges: Bitte lässt alle Vorurteile zum Englisch/Irischen Essen und zum Englisch/Irischen Frühstück auf dem Kontinent! Wenn man sich drauf einlässt kann man das irische Frühstück einfach nur lieb gewinnen. Auch ich als Nutella-Freak! In jedem B&B gibt es leckeres zu entdecken. Entweder die bekannten Sachen wie: Bohnen, Black Pudding (Blutwurst), Speck etc. Oder Porridge (Haferbrei) mit Baileys, leckere Pfannkuchen und einigen Scones zum Tee… Lecker! Das Mittagessen wird nach so einem Frühstück aber meistens ausfallen müssen.
Auch das Essen in den Pubs ist einfach nur großartig. Immer frisch gekocht erhält man wunderbare Sachen. Grade in den Hafenstädten gibt es leckere frische Fisch Gerichte. Ja und selbst ein einfaches Fisch & Chips ist einfach nur lecker. Natürlich auch hier mal mit dem Typischen Vinegar (Essig) probieren! Dazu ein leckeres Guinness oder ein frisches Ale. Seit einiger Zeit gibt es auch viele kleine Brauerei die Lager brauen. Zum Beispiel das wirklich sehr leckere Creans aus Dingle.

Weiteres zur Fahrt werde ich in den nächsten Tagen hier schreiben. Eine kleine Auswahl an Bilder findet ihr schon an diesem Post und demnächst auf meiner Flickr Seite.