Ich hätte nicht gedacht das Irland so schön ist! Wie schon geschrieben hatte wir uns leider nur eine Woche Zeit genommen Irland kennen zu lernen. Was ein großer Fehler! Zum Glück haben wir uns wenigstens die Flexibilität genommen diese kurze Zeit zu nutzen und richtig zu genießen.

Schroff klatschen die Wellen an die Klippen

Schroff klatschen die Wellen an die Klippen

Um es Vorweg zu nehmen: Wir haben grade mal die Hälte unseres eigentlichen Plans geschafft. Eigentlich wollten wir nach und nach die Halbinsel im Südwesten Irlands abfahren. Mizen Head, Sheeps Head, Ring of Beara, Ring of Kerry und Dingle besuchen. Die Strecke mit dem Auto jeweils über eine Halbinsel ist eigentlich auch nicht groß. Nur eins war nicht einkalkuliert: Es ist dort sowas von unglaublich Schön! Als Fotofan hat man ein echtes Problem. Eigentlich hinter jeder Kurve tut sich ein neues Motiv auf! Dort ein paar aufregende Klippen, hier wieder eine hübsche Bucht, da ein kleiner Ort mit einem schönen Pub. Hinter jedem Berg verändert sich die Landschaft dann auch noch: Ist es noch Irland typisch Grün, ändert sich die Gegend auf einmal zu einer steinigen Mondlandschaft, wieder etwas weiter steht man vor welliger, saftiger Landschaft mit vielen Bäume und wieder etwas weiter grasen Schaafe vor hohen schneebedeckten Bergen. Dann auch noch überall noch die grandiose Aussicht auf kleine Insel oder große Berggruppen. Durch das Wetter wird dies dann auch noch andauernd in anderes Licht getaucht oder man sieht in der Ferne einen Regenschauer herunterkommen. Wow!

So sind es dann nur die Halbinsel Mixen Head, der Ring of Kerry und die Dingle Halbinsel geworden die ich euch nun vorstellen möchten.

Mizen Head

Brücke zur Signalsation Mizen-Head

Brücke zur Signalsation Mizen-Head

Einen Tag haben wir auf der Halbinsel ‘Mizen Head’ verbracht. Die Südlichste der großen Halbinseln im Westen. Diese Halbinsel steht zu Unrecht im Schatten der großen Routen wie dem Ring of Kerry. Ich empfand den Wechsel der Landschaft auf diesem kleinen Flecken Erde am stärksten. Größter Anziehungspunkt für Touristen ist die Signalstation am südwestlichsten Punkt Irlands. Diese Station besteht zwar nur aus einem unscheinbarer Gebäudekomplex auf einer kleinen Felsinsel, wird aber als eigentlich Highlight von einer großen Bogen-Brücke verbunden. Es bieten sich von hier aus grandiose Ausblicke auf den Felsvorsprung mit Signalstaion, die Klippen und das Meer. Den Eintritt für diesen Ort ist es auf jeden Fall x-mal wert.

Sheeps-Head und der Ring of Beara sind leider der Zeitplanung zum Opfer gefallen. Wobei wieso leider? Ich hätte mich doch sehr geärgert an einer geführten Tour teilgenommen zu haben bei der man über alle Halbinseln ‘geschliffen’ worden wäre. So war genug Zeit für Fotos und die anderen Halbinseln bleiben für eine spätere Tour.

Ring of Kerry

Unser nächste Punkt der Route war der bekannte ‘Ring of Kerry’. Ja und die Reiseführer versprechen wirklich nicht zuviel! Die Strecke ist wirklich sehr schön und die großen Panorama Ausblicke direkt an der Strasse sind wirklich grandios.

Kurztrip-Tipp
Die groß beworbenen Klippen vor Portmagee sind meiner Meinung nach nicht den Eintritt wert. Zumindest wenn man vorher schon Mizen Head und andere Klippen gesehen hat. Das Geld und die Zeit kann man sich sparen und lieber etwas mehr Zeit auf Valentia Island verbringen.

Aber auch hier hat mir wieder die kleinere Skelling Route, welche hinter Waterville vom Ring of Kerry abzweigt, besser gefallen. Der Weg nach Valentia Island und vorallem der dortige Leichtturm fand ich einfach Klasse. Mehr Postkarten-Panorama geht nicht, auch wenn es schon wirklich Surreal wirkt. So schön ist es.

Ich möchte es mir aber nicht vorstellen wie es hier aussieht während der Touristen Zeit. Schon der Reiseführer warnt für diese Zeit, wie wir, entgegen der Route des Ring of Kerry (von Killarnery über Sneem und Caherdaniel) zu fahren.

Straße in Irland

Straße in Irland

Zu dieser Zeit sollen viele Reisebusse unterwegs sein und die Strasse total verstopfen. Auf dem kleinen Skelling Ring dürfte bei den schmalen Strässchen wahrscheinlich gar kein durchkommen mehr sein. Dazu kommen dann noch die ungeübten Linksfahrer, wie ich, welche dann die ganze Strassenbreite für sich brauchen. Das Stelle ich mir als puren Stress vor. Somit scheint auch hier unsere Reisezeit im Februar wieder die richtige Wahl gewesen zu sein.

Dingle

Kleiner Turm an der Hafen-Einfahrt von Dingle

Kleiner Turm an der Hafen-Einfahrt von Dingle

Für Dingle hat uns das Wetter leider einen gewissen Strich durch die Rechnung gemacht. Was natürlich schade ist. Kommt hier die Landschaft doch den Vorstellungen von Irland (oder zumindest die Vorstellung durch die KerryGold Werbung) am nächsten. Besonders der kleine Ort Dingle ist wirklich hübsch. Direkt am Hafen gelegen hat er doch eine wunderbare Ursprünglichkeit.

Kurztrip-Tipp:
Wir haben in Dingle in ‘Murphys Pub’ direkt im Hafen übernachtet. Gute Zimmer, sehr nette Leute und super Frühstück. Das besten ist natürlich das man von Pub nur eine Treppe hochgehen muss um im Bett zu landen.
http://www.murphyspub.ie

Zum Dingle Ring kann ich leider nur wenig schreiben. Aufgrund des grossen Sturms haben wir recht frühzeitig unsere Tour abbrechen müssen. Auf unserem Rückweg Richtung Limerick mussten wir so machen Umweg wegen umgestürzter Bäume hinnehmen und teilweise sogar eine Zwangspause in einem Pub machen da einfach alle Strasse dicht waren. Ich habe auch noch nie soviel umgekippte LKWs auf den Straßen gesehen wie an dem Tag. Zum Glück sind wir aber gut durchgekommen und heile an unserem Ziel angekommen.

Zum Start und Zielpunkt Dublin werde ich später noch etwas schreiben.

Einen wichtigen Hinweis möchte ich noch geben. Vergesst bitte nicht: Am kommenden Montag, den 17. März ist St. Patrick’s Day. Der größte Feiertag der Iren wird dort mit großen Paraden gefeiert. Grün ist dann überall die vorherrschende Farbe. Dies ist also die beste Gelegenheit den nächsten Irish Pub aufzusuchen, mit ein paar Guinness anzustossen und sich auf den nächsten Irland Besuch zu freuen.