Heute ist St. Patricks Day! Seit dem Jahre 607 nach Christus feiern die Iren am 17. März den heiligen St. Patrick. Er hat im 5. Jahrhundert als Missionar den christlichen Glauben in Irland verbreitet und ist Irlands Schutzheiliger. Weltweit hüllen sich nun heute die Iren in Grün und feiern diesen Tag. Es werden Messen und große Paraden abgehalten und in jedem Irish Pub der Welt ist heute bestimmt Party.

Diesen Tag möchte ich zum Anlass nehmen den letzten Teil meines Irland Reiseberichts zu posten und euch über meinen Aufenthalt in Dublin zu berichten.

St Patricks Kathedrale

Spenden für die Orgel werden im Fass gesammelt

Spenden für die Orgel werden im Fass gesammelt

Starten muss der Artikel natürlich mit der St. Patrick’s Cathedral. Sie ist die größere der beiden Kathedralen in Dublin. Die Kirche war ursprünglich eine kleine Holzkapelle, die Nahe einer Quelle stand, an der angeblich St. Patrick um 450 bekehrte Gläubige getauft hat. Ab 1191 wurde mit dem Bau der eigentlichen Kathedrale begonnen. Wie bei vielem in Dublin ist die Geschichte der Kathedrale auch mit der Familie Guinness verbunden. In den 1860er Jahren waren größere Sanierungsmaßnahmen notwendig die von Sir Benjamin Guinness (dem Sohn von Arthur Guinness) finanziert wurde. So muss man sich auch nicht wundern in der Kathedrale ein Fass Guinness zu finden, das hier zum Spenden sammeln genutzt wird. Etwas merkwürdig erscheint aber das sogar hier drin ein Souvenir-Shop mit Irland Souvenirs ist.

Temple Bar

Pub Crawl

Pub Crawl

Das bekannteste Viertel von Dublin und bestimmt das feste Ziel eines jeden Dublin Touristen ist Temple Bar. Hier ist die höchste Dichte an Pubs in Dublin. Ein Pub nach dem anderen lädt zum verweilen ein. Jeder mit einer großen Auswahl an ‘Drafts’ (frisch gezapften Bieren) und fast immer mit Live Musik. Trotz der viele Touristen hat diese Viertel aber seine Ursprünglichkeit mit vielen engen, Kopfsteingepflasterten Strassen behalten und strahlt einen wirklich tollen Charme aus.

Kurztrip-Tipp
Musical Pub-Crawl von ‘Discover Dublin’. Start jeden Tag um 19:30 in ‘Oliver St. John Gogarty’s’ Pub in Temple Bar.

Weitere Infos unter: HIER

Für unseren ersten Abend in Dublin haben wir uns für einen ‘Pub Crawl‘ angemeldet. Dies bedeutet das man mit zwei Musikern in einer Gruppe von Pub zu Pub zieht. In jedem Pub bleibt Zeit für ein Bier und die beiden Musiker erzählen in amüsanter Art über die Irische Geschichte, die Musik und die Lebensweise. Natürlich nicht ohne dazwischen auch Musik zu machen. Bei dem ein oder anderen Pint erhält man so eine kleine Geschichtsstunde, lernt Irland & die Iren kennen und hat dazu noch eine Menge Spass.

Guinness Storehouse

Arthur Guinness.

Arthur Guinness.

Um Guinness kommt man in Dublin absolut nicht herum. Das ein oder andere wird man schon in Temple Bar trinken und irgendwann möchte man auch wissen woher das ‘Schwarze Gold’ kommt.

Bei Führungen bin ich immer recht kritisch, erst recht wenn diese 16,50 Euro kostet wie beim ‘Guinness Storehouse’. Das was Guinness hier aufgefahren hat ist aber wirklich beeindruckend und das Geld wert! Dem Besucher wird wirklich viel geboten und so ziemlich alles Aufgefahren was an Multimedia derzeit möglich ist. So gibt es auch keine eigentliche ‘Führung’ sondern der Besucher kann alleine das Alte, wie ein Pint-Glass aufgebaute, Lagerhaus erkunden. Für Ausländer gibt es eine Audio-Guide mit entsprechende Übersetzung.

Man kommt zwar nicht durch die eigentliche Brauerei (in der man wahrscheinlich eh nichts sehen würde bei der Größe) wird aber trotzdem prima an den Brauprozess herangebracht. So werden die für das Brauen benötigten Zutaten schon besonders dargestellt. U.a. mit einen gigantisches Wasserfall. Die Fassbinderei & der Transport der Ware in alle Welt sowie die kultige Guinness Werbung sind auf den weiteren Etage Thema. Trotz der Größe der Anlage hast das Guinness Buch der Weltrekorde hier kaum einen Platz gefunden.

Highlight einer jeder Brauereiführung ist natürlich immer das Produkt selbst zu Kosten. Guinness hat sich auch hier einiges einfallen lassen. So darf man selbst versuchen das perfekte Pint Guinness zu zapfen und erhält neben dem Getränk auch ein Zertifikat. Echtes Highlight ist aber die ‘Gravity Bar‘ auf dem Dach des alten Lagerhauses. Von hier hat man eine grandiosen Blick über das Brauereigelände und ganz Dublin. So toll das es sicherlich nicht nur bei einem Guinness hier bleibt. Achja, und umgänglich ist es natürlich auch an dem gigantische Souvenierladen von Guinness vorbeizukommen. So ist der Produktnamen inzwischen auf fast jeden Gegenstand das alltäglichen Gebrauchs gedruckt. Hier ohne etwas zu kaufen vorbeizukommen ist eigentlich unmöglich.

Zum Schluss noch ein kleiner Tipp für Zuhause: Wer keinen Irish Pub mit Guinness im Ausschank in der Nähe hat, kann prima auf Guinness in Dosen zurückgreifen. Dies hat eine kleinen Stickstoff Kapsel die beim öffnen den Stickstoff wie beim Zapfen freigibt. So schmeckt das Guinness ganz ordentlich. Aus Flaschen ist es so gut wie unerträglich.

Ich werde mich nun auch langsam auf den Weg in den lokalen Irish Pub machen und mir ein Guinness gönnen. Oder vielleicht auch zwei oder drei. Slàinte!