Mit der Räthischen Bahn unterwegs

Von Michael

Ein langes Wochenende hatten wir Mitte Januar in der Schweiz geplant. Freitag morgens mit dem ersten Flieger nach Zürich und Montags mit einem späten Flieger zurück. Klar als Bahnfans war die Reise innerhalb der Schweiz mit der Bahn vorgesehen. Hier im Blog hätte ich ja auch schonmal über einen Kurztrip Kreuz und quer durch die Schweiz berichtet. U.a. dem Glacier Express, mit der Centovalliibahn durch Italien und über den Gotthard zum Rigi berichtet. In kaum einem Land ist Bahnfahren wohl so unkompliziert und einfach wie in der Schweiz! Saubere Züge fahren Pünktlich und schnell. An Knotenbahnhöfen warten Anschlusszüge, Busse und Sonstige Verkehrsmittel. Warum ist da in Deutschland noch keiner drauf gekommen?

Über den Hauptgrund des Kurztrips, das Schlitteln in Bergün, hätte ich ja schon geschrieben. Aber natürlich gibt es noch viel mehr in der Schweiz zu sehen. Um flexibel mit der Bahn fahren zu können hatten wir eine Interrail 3 Tages Pass für die Schweiz besorgt. So konnten wir auf Hin= und Rückfahrt schon ein paar Umwege fahren und vorallem das Netz der RHB etwas abfahren. Bisher war ich noch nicht über die Strecken von Landquart nach Klosters grfahren und auch noch nicht durch Vereina Tunnel und bis Zouz. Die Punkte meiner Bucket=List konnten so auch abgehakt werden.

Ein Tag des Interrail Tickets war so noch frei für einen weiteren offenen Punkt. Die Fahrt mit dem Bernina Express über den Bernina Pass und den Monteratschgletschers bis nach Tirano in Italien. Mit dem Glacier Express war ich ja 2013 schon gefahren und nun halt der Bernina. Mit dem Interrail Ticket können die normalen Zügen genutzt werden, die Fahrt im Panoramawagen kostet 20 CHF Reservierungssystem Gebühr. Wie ich finde ist es das Geld auf jedenfall Wert! Tolle Sicht und vorallem auch toller Service vom Personal. Ein Kaffee oder Bier für den Weg und natürlich gibt es auch einen Grappa. Der wird einem übrigens sogar bis auf den Bahnsteig serviert in Alp Grüm

Nun bin ich ja schon einige (Panorama) Strecke auch in der Schweiz gefahren, aber diese Strecke hat mich wieder mal geflasht. Bis Opspizo kannte ich den Bernina Pass bereit von einer Historischen Fahrt. Das es danach aber nochmal so spektakulär in Tal des Poschavio hinabgeht hätte ich keinesfalls gedacht. Was für eine Meisterleistung hier die Bahn=Ingenieure erbracht haben. Das muss man einfach selbst erleben!

Besonders gefällt es mir ja wenn man gemütlich in einem langsam Zug bei einem Gläschen Bier sitzt und die Landschaft die draußen verändert. Schneebedeckt Berge, karge Gletscherlandschahft, tiefe und schroffe Schluchten, enge Täler bis hin zur südländischen Tirano. Toll!

Die RHB verspricht definitiv nicht zu viel.

Hoch hinauf zum Gletscherglitzern der Berge, tief hinab ins Palmenparadies Italiens: Der Bernina Express verbindet als höchste Bahnstrecke über die Alpen den Norden Europas mit dem Süden, schlägt Brücken zwischen Sprachregionen und Kulturen. Die Bahnstrecke fügt sich harmonisch in die Gebirgswelt von Albula und Bernina ein. 55 Tunnels, 196 Brücken und Steigungen von bis zu 70 Promille meistert der Bernina Express mit Leichtigkeit. Auf 2 253 Meter über Meer thront das Dach der RhB, das Ospizio Bernina. Hier werden Naturgenuss und Kulturerlebnis eins, hier werden sie zur schönsten Erfahrung der Alpen. Die Strecke von Thusis – Valposchiavo – Tirano gehört zum UNESCO Welterbe und ist ein Markenzeichen der Rhätischen Bahn. Dank den modernen Bernina Express Panoramawagen geniessen Sie unbeschränkte Sicht auf das unberührte Alpenpanorama. Webseite der Räthischen Bahn

Nach dem Rückweg hätte ich wieder ein übliches Problem bei solchen Touren: LANDSCHAFTS BURNOUT = Nur durch anschauen der Landschaft aus dem Zug heraus ist man abends fix und fertig. Ich liebe das!

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