Zwischen Enten, Störchen und Schwänen

Ein Kurztrip in die Natur zu den Rieselfelder bei Münster

Eigentlich bin ich ja inzwischen jemand, der meist nur Sachen fotografiert, wo Menschen im Bild sind, Straßenszenen, Situationen und natürlich Reportagen, die sich ergeben. Doch Karfreitag war ich mit Freunden seit Ewigkeiten mal wieder in der Natur unterwegs.

Ziel waren die ‚Rieselfeldern‘ vor den Toren Münsters. Um fünf Uhr morgens ging es schon los, eigentlich VIEL zu früh für mich. Claudia hatte mich ins Auto eingeladen, und ich war froh, dass ich nicht selbst fahren musste, während ich noch halb schlaftrunken nach dem Horizont Ausschau hielt.

Die Rieselfelder sind ein recht unbekanntes Stück Natur im Münsterland: Feuchtgebiete, Teiche, Schilf, Wiesen und jede Menge Vögel – 130 Arten sollen dort schon beobachtet worden sein.

Aber wenn man etwas forscht, bekommt man schnell einen Eindruck, wie viel Geschichte und Tierwelt hier in einem geballt liegen. Von der Kläranlage Münsters zum Naturreservat

Es fühlte sich wie ein Kurztrip in eine fremde, aber naheliegende Wildnis an.

Ein Streetphotography‑Trip in der Natur

Ich bin nicht mit der Einstellung hin, „Tierfotos“ zu machen, sondern habe meine Kamera so genutzt, wie ich es auch in der Stadt tue: beobachten, warten, Geschichten suchen. . Der majestätische Schwan, der im perfekten Licht versucht zu starten. Das Storchenpaar beim Nestbau – kurz innegehalten, bevor wieder Bewegung einsetzte. Eine Ente ccc mit , die mich kritisch beäugte, bevor sie weiterzog. Kleine Szenen, wie man sie auf der Straße auch findet – nur eben mit anderen Akteuren.

Jetzt besitze ich auch nicht grade das Lichtstarke Super-Tele für die Natur. Ich habe nur meine „Holga-Linse“, wie das Canon RF 100–400 mm schon von einigen anderen Fotofeunden genannt wird. Kein edles Metal mit weisser Optik, besten Glas und kleiner Blende, eher ein Reise-Tele – leicht und gut um es dabei zu haben und um mal näher dran zu sein oder was zu Verdichten. ‚Holga-Linse‘ übrigens deswegen weil es aussen komplett aus Plastik ist wie die ‚Holga-Kamera‘ und mit kleinster Blende 5.6 anderen Fotografen zum kichern bringt. Aber das verbaute Glas und der Bildstabilisator ist schon sehr gut und hat mir schon einige schöne Bilder ermöglicht – so auch an diesem Tag.

Ich habe die Rieselfelder also Fototechnisch so angegangen, wie ich sonst die Straße fotografiere: mit Neugier, auf der Suche nach kleinen Geschichten und mit mit offenen Augen – naja soweit das zu dieser frühen Uhrzeit möglich ist.

Rieselfelder – Eine Oase im Münsterland

Die Rieselfelder sind wirklich ein lohnenswertes Ziel – auch, wenn man nicht der typische Naturmensch ist. Es gibt dort Wege für Spaziergänger, Picknickplätze, Beobachtungshütten, einen Aussichtsturm sowie den ‚Feldherren-Hügel und jede Menge Ruhe. Für mich war dieser Ausflug ein kleiner Kurzurlaub vor der Haustür. Ein paar Stunden draußen, umgeben von Vogelrufen und weichem Licht – das war mehr Erholung, als man denkt.

Die Felder gelten als einer der größten und bedeutendsten Feuchtgebiete im Münsterland. Auf mehreren Quadratkilometern finden sich Seen, Wiesen, Röhricht und Wäldchen, die vielen Tier‑ und Pflanzenarten Lebensraum bieten – darunter viele seltene Vögel und zahlreiche Insekten.

Die Rinder in den Rieselfeldern sind ein ganz besonderer Bestandteil dieses Ortes. Es handelt sich um ‚Heckrinder‘ die hier der lebendige Landschaftspfleger sind – sie grasen die Wiesen, halten sie offen und schaffen so Lebensraum für viele andere Tierarten.

Dank der gut ausgebauter Wege ist das Gebiet für jeden, auch mobilitätseingeschränkten Personen, gut zugänglich und eignet sich perfekt für kurze Ausflüge, Spaziergänge oder Fototage.

Inspiration aus dem eigenen Podcast

Ich bin ja derzeit richtig froh, dass die Interviews in meinem Podcast ‚Bilder und Geschichten‘ mich derzeit selbst sehr inspirieren. Wegen Beate habe ich mich schon in der ICM-Fotografie versucht und dank der beiden Podcast-Folgen über das Oppenweher Moor mit Claudia hatte ich auch mal wieder Lust mit der Kamera in die Natur zu gehen. Ich hoffe, dass ich so auch anderen Zuhörer:Innen Inspiration geben kann.

Danke an Claudia fürs Fahren, und Alessa und Sascha für die Idee für den Ausflug in die Natur – und nicht nur auf der Straße. Und danke für dieses wunderbaren Tag , das einem gemeinsamen Picknick und den  Kaffee und Kuchen am Ende. Und vielleicht war das nicht mein letzter Naturmorgen. Denn auch zwischen Schilf und Schwänen kann man Geschichten finden – man muss nur still genug sein, sie zu hören.

Bilder

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Reaktionen aus dem Fediverse

2 Kommentare zu “Zwischen Enten, Störchen und Schwänen”

  1. Hallo!
    Wow! Grandiose Vogel- und Naturfotos. Ich bin begeistert und ehrlich gesagt auch ein wenig neidisch, denn so tolle Aufnahmen würde ich auch gerne machen können.
    Viele liebe Grüße
    Gitte

    • Hallo Gitte.
      Freut mich total das dir die Bilder gefallen. Ich kenne das Problem mit dem Neid. Das bin ich auch auf die Bilder von den anderen die dabei waren. Das ist nochmal ein ganz anderes Level.

      Aber egal – wichtig ist das man sich an seinen eigenen Bildern erfreuen kann und das tue ich und hoffentlich du auch bei deinen Aufnahmen.
      Alles gute.

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