Meet & Street in Freiburg – Blickwinkel, Begegnungen und Bächle

Am 11. Juli war ich zum ersten Mal beim Meet & Street – dem jährlichen Klassentreffen der deutschsprachigen Streetfotografie-Szene. Claudia hat dafür gesorgt, dass ich in diesem Jahr mit nach Freiburg gefahren bin. Ohne sie hätte ich das Treffen vermutlich – wie in den vergangenen Jahren – wieder verpasst. Spätestens auch mein Podcast Episode mit Kristian hat mir richtig Lust auf dieses event gemacht.

Die lange Anreise in den Süden ließ sich zum Glück mit beruflichen Terminen verbinden. So wurde aus dem Wochenende seit langem mal wieder ein kleiner, schöner Kurztrip. Und Freiburg ist dafür einfach die perfekte Stadt: Die historische Altstadt mit ihren engen Gassen und den berühmten Bächle trifft hier auf eine junge, lebendige Atmosphäre. Zwischen Touristen prägen die vielen Studierenden das Stadtbild und verleihen Freiburg eine offene, entspannte und kreative Kultur. Genau diese Mischung aus Geschichte, modernem Leben, südlichem Flair und etwas Schwarzwald macht die Stadt für mich so besonders. An jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken – und genauso viele Motive für die Kamera.

Gastgeber BlackForestStreets

Das Meet & Street lebt vor allem vom Austausch. Fotografinnen und Fotografen aus dem ganzen deutschsprachigen Raum treffen sich, gehen gemeinsam auf Fotowalks, diskutieren über Bilder und lernen neue Menschen kennen. Organisiert wurde die diesjährige Veranstaltung vom Kollektiv BlackForestStreets, das ein großartigen Gastgeber war. Besonders schön fand ich die offene und herzliche Stimmung – egal ob man sich schon seit Jahren kennt oder zum ersten Mal dabei ist. Vielen, vielen Dank!

In diesem Beitrag zeige ich euch meine persönlichen Eindrücke und Lieblingsbilder die an diesem Wochenende in Freiburg entstanden sind. Entweder bei den Fotowalks oder Treffen des Meet und Street oder auf eigene Faust. 

Streetfotografie aus Freiburg

…und in Farbe

Grandiose Idee – die Open Gallery

Eine grandiose Idee finde ich übrigens die Open Gallery. Dies passt so wunderbar zu meinen Projekte unter dem Hashtag #WeilBilderGezeitWerdenwollen. Endlich konnte ich mir dies einmal selbst ansehen und nicht nur in Berichten darüber lesen.

Besonders gefreut hat mich, dass ich auch endlich mit zwei eigene Bilder dabei sein konnte durfte. D ieses offene Konzept begeistert mich einfach: Jede und jeder kann Arbeiten mitbringen und präsentieren – ganz im Sinne von . So entsteht eine vielfältige Ausstellung mit ganz unterschiedlichen Blickwinkeln auf die Streetfotografie. Noch schöner ist aber, dass die Bilder zum Gespräch einladen und gegen eine Spende verkauft werden. Man kommt miteinander ins Gespräch, erhält direktes Feedback und entdeckt immer wieder neue Sichtweisen.

Die Spenden in diesem Jahr gingen an das Strassenmagazon FREIeBÜRGER. Also von den Straße für die Straße.

Gerne würde ich dieses Idee auch mal nach NRW holen. Wenn ich nur die Zeit finden würden…

Bächle – Abkühlung und Fotomotiv

Die heißen Tage wurden durch die vielen Bächle, die kleinen Wasserläufe in der Altstadt, besonders angenehm. Überall bot sich die Gelegenheit für eine Fotomotiv und/oder eine kurze Abkühlung der Füße – oft sogar direkt vor einem Café oder Restaurant. Geht es besser? Ja: Wenn man mit anderen Fotografinnen und Fotografen im schattigen Kastaniengarten hoch über der Stadt sitzt, durch Fotobücher blättert und über Fotografie fachsimpelt.

Danke an alle die ich (teilweise zum ersten Mal persönlich) hier Treffen durfte und danke für den Einblick in eure Fotografie. Bis zum nächsten Male.

 

People

In den letzten Monaten bin ich wenig zur Stereofotografie gekommen und ich hab gemerkt, dass es mir zunehmend schwerer fällt, Menschen zu fotografieren. Irgendwie war eine Distanz entstanden und ich habe mich immer öfter zurückgehalten. Deshalb habe ich mir für das Meet & Street eine kleine persönliche Challenge gesetzt: Menschen aktiv anzusprechen und Streetporträts von ihnen zu machen.

Schon während unseres Fotowalks, der uns etwas außerhalb der Freiburger Innenstadt führte, ergaben sich dafür einige schöne Möglichkeiten – zum Beispiel am Flückigersee. Noch mehr spannende Begegnungen bot ein zufällig entdecktes Agrikulturfestival, bei dem viele offene und interessante Menschen unterwegs waren. Diese direkten Begegnungen haben mir wieder gezeigt, wie viel Freude es macht, nicht nur Situationen aus der Distanz festzuhalten, sondern mit Menschen ins Gespräch zu kommen und ihre Geschichten in Bildern einzufangen.

Unterweg mit Betty BBQ

Und a sitzt man mal kurz im Hotel für etwas Ruhe und dann kommt da direkt „Freiburgs lebendige Sehenswürdigkeit“ mit einer Gruppe Menschen hereingelaufen. Gemeint ist Betty BBQ, die mit ihren Stadtführungen eine ganz besondere Mischung aus Geschichte, Unterhaltung und persönlichem Blick auf Freiburg bietet. Claudia und ich haben uns deshalb kurzerhand entschieden, unser Programm zu ändern und die Gelegenheit zu nutzen, bei einer ihrer Touren am Abend mitzugehen. Natürlich durfte dabei die Kamera nicht fehlen – und auch bei dieser etwas anderen Stadtführung sind wieder einige schöne Bilder entstanden.

Weitere Eindrücke vom Meet&Street

Es war ein schönes Wochenende in Freiburg. Im Internet finde ihr noch einige weitere Blickwinkel auf das Wochenende. Klickt euch gerne einmal durch:

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Reaktionen aus dem Fediverse

12 Kommentare zu “Meet & Street in Freiburg – Blickwinkel, Begegnungen und Bächle”

  1. Ein sehr schöner Bericht, der auch meinen Eindruck absolut bestätigt.
    Auch für mich war es das erste M&S (und sicherlich nicht das letzte) Danke für den kleinen Rückblick.

    Liebe Grüße

  2. Was für schöne Bilder und was für ein lesenswerter Bericht! Danke für’s Mitnehmen und Deinen Blick auf Freiburg und das Meet&Street dort.
    Da werden wunderbare Erinnerungen wach an unsere eigenen Tripp nach Freiburg im letzten Jahr. Übrigens mit der Bahn und dem Schweizer ICE Hamburg-Basel lässt sich aus dem Ruhrgebiet Freiburg in nur gut 4 Stunden entspannt erreichen. Beste Grüße Gustav Sommer alias foto-gustav

    • Absolut tolle Stadt. Mich wird es da bestimmt nochmal hinführen. Von der Zugverbindugn habe ich einiges gutes gehört. Scheint sogar zu ganz gut un dzuverlässig zu funktionen. Mit de Auto macht die Strecke nicht ganz so viel Spass.
      Schade das du beim M&S gefehlt hast.

  3. Tolle Bilder und ein richtig schöner Bericht. Vielen Dank fürs „mitnehmen“! Ich war vor ein paar Jahren beruflich öfters in Freiburg. Leider waren es meist lang Arbeitstage und es blieben nur die Abendstunden zum entdecken. Aber ich mir gefiel die Stadt und das Treiben dort sehr gut.

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